Wir befinden uns aktuell im Aufbau und werden ab nächstes Jahr mit der Rettung der Rehkitze starten.
Fundstellen werden markiert, Kitze werden in eine Transportbox gesichert und nach dem Mähen wieder freigegeben.
Wärmebildsuche, Flugplanung und Koordination am Feldrand.
Fundstellen prüfen, Körbe setzen, Wege sichern und Fläche dokumentieren.
Anfragen bündeln, Flächen priorisieren und Teams für frühe Zeitfenster einteilen.
Beiträge fließen in Akkus, Wärmebildtechnik, Transportboxen, Funkgeräte, Schulungen und Wartung.
Rehkitze liegen in den ersten Lebenswochen oft regungslos im hohen Gras. Dieser natürliche Schutzinstinkt schützt sie vor Fressfeinden, wird beim Mähen aber zur Gefahr. Durch die Suche vor den Mäharbeiten können Kitze rechtzeitig gefunden, gesichert und anschließend wieder freigelassen werden.
Vor den Mäharbeiten wird die Fläche früh morgens mit Drohne und Wärmebildtechnik abgesucht. Wird ein Rehkitz entdeckt, wird es vorsichtig gesichert und an einem geschützten Ort abgelegt. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Kitz wieder freigelassen, damit die Ricke es weiter versorgen kann.
Eine Anfrage sollte möglichst frühzeitig erfolgen, sobald der geplante Mähtermin absehbar ist. Ideal ist eine Vorlaufzeit von mehreren Tagen, damit Einsatzplanung, Fläche und Uhrzeit abgestimmt werden können. Kurzfristige Anfragen sind möglich, können aber nicht immer garantiert werden.
Landwirte, Jagdpächter, Flächeneigentümer und Bewirtschafter können eine Rehkitzrettung anfragen. Wichtig ist, dass die Fläche eindeutig benannt wird und der geplante Zeitpunkt für die Mäharbeiten feststeht oder möglichst genau eingegrenzt werden kann.
Früh morgens sind die Temperaturunterschiede zwischen Umgebung und Tierkörper am besten erkennbar. Dadurch kann die Wärmebildtechnik zuverlässiger arbeiten. Mit steigender Sonneneinstrahlung erwärmen sich Gras, Boden und Pflanzen, wodurch die Suche deutlich schwieriger wird.
Rehkitze sollten nur von geschulten Helfern gesichert werden. Dabei wird sehr vorsichtig gearbeitet, meist mit Gras, Handschuhen oder geeigneten Hilfsmitteln, um direkten Kontakt und unnötigen Stress zu vermeiden. Unbefugte sollten gefundene Kitze nicht selbst aufnehmen oder umsetzen.
Das Rehkitz wird nur vorübergehend gesichert. Sobald die Fläche bearbeitet wurde und keine Gefahr mehr besteht, wird es wieder an geeigneter Stelle freigelassen. Die Ricke befindet sich in der Regel in der Nähe und nimmt das Kitz nach kurzer Zeit wieder an.
Viele Einsätze werden ehrenamtlich organisiert. Dennoch entstehen Kosten für Drohnen, Akkus, Technik, Fahrzeuge, Ausbildung und Einsatzmaterial. Deshalb sind Spenden und Unterstützung wichtig, damit die Rehkitzrettung langfristig zuverlässig durchgeführt werden kann.
Die Rehkitzrettung ist in Schleswig-Holstein aktiv. Einsätze hängen von Verfügbarkeit, Entfernung, Wetter, Flächengröße und Einsatzplanung ab. Je früher eine Anfrage gestellt wird, desto besser kann ein Einsatz koordiniert werden.
Unterstützung ist durch Spenden, aktive Mithilfe, technische Ausrüstung, Weiterempfehlungen oder die frühzeitige Meldung geplanter Mähtermine möglich. Jede Unterstützung hilft dabei, mehr Flächen abzusuchen und mehr Kitze vor dem Mähen zu schützen.